BLOCKCHAIN-FORENSIK & BETRUGSAUFKLÄRUNG
Broker Betrug:
Geld zurückholen.
Ansprüche prüfen.
Wir unterstützen Betroffene von Fake Brokern und Anlagebetrug bei der Prüfung von Einzahlungen per SEPA-Überweisung, Kreditkarte und Kryptowährungen. Gemeinsam analysieren wir Zahlungsströme, sichern Beweise und prüfen mögliche rechtliche Schritte.

KOSTENLOSE ERSTEINSCHÄTZUNG
Sie vermuten Broker-Betrug?
Wir prüfen mögliche Rückforderungsansprüche, bewerten die rechtlichen Hebel Ihres Falls und entwickeln eine individuelle Strategie zur weiteren Vorgehensweise. Dabei unterstützen wir bei der rechtssicheren Aufbereitung von Transaktionen, Chats und anderen Beweisen. Wir berücksichtigen strafrechtliche Aspekte wie Betrug (§ 263 StGB) oder Geldwäsche (§ 261 StGB) und begleiten, wenn gewünscht über unseren Partneranwalt, Herrn Dr. Maisch, die Anspruchsdurchsetzung gegenüber Banken, Handelsplattformen, Zahlungsdienstleistern und wenn nötig vor Gericht.
Ansprüche prüfenWoran erkennt man einen Fake Broker?
Bestimmte Muster wiederholen sich in vielen Fällen. Je früher sie erkannt werden, desto besser lassen sich relevante Informationen sichern.
Unser Vorgehen
Kann man Geld von einem Fake Broker zurückholen?
Wer Opfer eines Fake Brokers geworden ist, stellt sich meist nur eine Frage: Gibt es überhaupt noch eine Möglichkeit, das verlorene Geld zurückzuerhalten?
Die Antwort hängt vor allem davon ab, wie die Einzahlung erfolgt ist, wann die Zahlungen vorgenommen wurden und welche Nachweise vorhanden sind. Je früher Maßnahmen ergriffen werden, desto größer sind die Chancen, relevante Spuren zu sichern und mögliche Ansprüche zu prüfen.
In vielen Fällen sind mehrere Zahlungswege betroffen. Häufig beginnt ein Betrugsfall mit einer Banküberweisung, später folgen Kreditkartenzahlungen oder Einzahlungen in Kryptowährungen. Deshalb sollte jeder Zahlungsweg separat betrachtet werden.
Der Zahlungsweg entscheidet über die Möglichkeiten
Jede Zahlungsart eröffnet unterschiedliche rechtliche und technische Ansatzpunkte.
SEPA-Überweisung
Wurden Gelder per Überweisung an ein Konto innerhalb der EU transferiert, sollte unverzüglich Kontakt mit der eigenen Bank aufgenommen werden.
In den ersten Stunden besteht unter Umständen die Möglichkeit eines sogenannten Rückrufversuchs. Auch wenn eine erfolgreiche Rückholung nicht garantiert werden kann, sollte dieser Schritt dokumentiert werden.
Darüber hinaus kann relevant sein, ob die Empfängerbank Hinweise auf ungewöhnliche Transaktionsmuster übersehen hat. In bestimmten Konstellationen können Fragen zur Einhaltung geldwäscherechtlicher Pflichten entstehen.
Kreditkarte
Bei Kreditkartenzahlungen kommen häufig Rückbelastungsverfahren in Betracht.
Entscheidend sind unter anderem:
- Zeitpunkt der Zahlung
- Vertragsunterlagen
- Kommunikation mit dem Broker
- Nachweis des Betrugsgeschehens
Eine strukturierte Dokumentation des Sachverhalts kann die Durchsetzung entsprechender Ansprüche erleichtern.
Kryptowährungen
Bei Bitcoin, Ethereum, USDT oder anderen Kryptowährungen greifen klassische Rückbuchungsmechanismen nicht.
Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass alle Möglichkeiten ausgeschlossen sind.
Blockchain-Transaktionen hinterlassen dauerhaft nachvollziehbare Spuren. Mittels Blockchain-Forensik lassen sich Zahlungsströme analysieren und Wallet-Bewegungen nachvollziehen. Besonders relevant wird dies, wenn Vermögenswerte an regulierte Handelsplattformen oder Dienstleister weitergeleitet wurden.
Welche Unterlagen sollten gesichert werden?
Je mehr Informationen vorliegen, desto besser lässt sich ein Sachverhalt bewerten.
Hilfreich sind insbesondere:
- Kontoauszüge
- Kreditkartenabrechnungen
- Wallet-Adressen
- Transaktions-Hashes
- E-Mails
- Chatverläufe
- Telefonnummern
- Screenshots der Plattform
- Werbeanzeigen
- Zahlungsaufforderungen
Viele Betroffene löschen Unterlagen aus Frust oder Scham. Genau diese Informationen können später jedoch entscheidend sein.
Die ersten 72 Stunden nach dem Betrug
Unmittelbar nach dem Verdacht auf einen Betrug sollten weitere Zahlungen eingestellt werden.
Fake Broker arbeiten häufig mit psychologischem Druck. Typische Forderungen betreffen angebliche Steuern, Freischaltungsgebühren, Liquiditätsnachweise oder Versicherungskosten.
Zusätzliche Zahlungen führen in den meisten Fällen lediglich zu weiteren Verlusten.
Gleichzeitig sollten sämtliche Beweise gesichert und bestehende Zugänge geschützt werden.
Dazu gehören:
- Passwörter ändern
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
- Wallet-Zugänge prüfen
- Fernwartungssoftware entfernen
- Banken informieren
Blockchain-Analyse als möglicher Ansatz
Viele Betrüger setzen heute auf Kryptowährungen, weil sie davon ausgehen, dass Transaktionen nicht mehr verfolgt werden können.
Tatsächlich ermöglicht die Blockchain in vielen Fällen eine detaillierte Nachverfolgung von Geldflüssen.
Dabei werden unter anderem analysiert:
- Wallet-Verbindungen
- Weiterleitungen zwischen Adressen
- Nutzung von Mixing-Diensten
- Einzahlungen auf Börsen
- Bekannte Risikoadressen
Das Ziel besteht darin, die vorhandenen Spuren strukturiert aufzubereiten und potenzielle Anknüpfungspunkte zu identifizieren.
Strafrechtliche Aspekte
Fake Broker erfüllen häufig den Verdacht verschiedener Straftatbestände.
Je nach Einzelfall können unter anderem Betrug (§ 263 StGB), Computerbetrug (§ 263a StGB) oder geldwäscherechtliche Fragestellungen (§ 261 StGB) relevant werden.
Eine Strafanzeige ersetzt zwar keine zivilrechtliche Anspruchsdurchsetzung, kann jedoch ein wichtiger Baustein bei der Aufarbeitung des Falls sein.
Anspruchsdurchsetzung gegenüber Dritten
Nicht jeder Fall beschränkt sich auf die eigentliche Betrugsplattform.
Abhängig vom Sachverhalt kann geprüft werden, ob Ansprüche gegenüber weiteren Beteiligten in Betracht kommen.
Hierzu können beispielsweise gehören:
- Banken
- Zahlungsdienstleister
- Kryptobörsen
- Vermittler
- Sonstige beteiligte Unternehmen
Ob solche Ansprüche tatsächlich bestehen, erfordert stets eine individuelle rechtliche Prüfung.
Ihre Ansprechpartner
Timo Züfle
Blockchain-Forensiker und Spezialist für die Nachverfolgung digitaler Vermögenswerte.
Dr. Marc Maisch
Rechtsanwalt für IT-Recht und Cybercrime mit langjähriger Erfahrung in Betrugsfällen.
HÄUFIGE FRAGEN
Fragen zu Fake Broker Betrug und Geldrückforderungen
Meine Bank lehnt den Rückruf der Überweisung ab – was kann ich tun?
Fordern Sie die Ablehnung schriftlich an und bestehen Sie auf einer Begründung – das schafft eine belastbare Aktenlage. Wichtig ist die richtige Anlaufstelle: Für die eigentliche Streitbeilegung mit Ihrer Bank ist der Ombudsmann bzw. die Schlichtungsstelle der Banken zuständig, nicht die BaFin. Die BaFin beaufsichtigt den Markt insgesamt, kann in Ihrem Einzelfall aber keine Zahlung erzwingen. Sie ist trotzdem wichtig: Besteht der Verdacht, dass eine Plattform ohne die erforderliche Erlaubnis arbeitet, sollte dies zusätzlich der BaFin gemeldet werden.
Wie lange dauert ein Chargeback bei Kreditkartenzahlungen?
Das hängt vom Kartennetzwerk, der Bank und der Komplexität des Falls ab. Eine pauschale Frist gibt es nicht. In der Praxis vergehen häufig mehrere Wochen bis zu einigen Monaten. Viele Banken schreiben den Betrag zunächst vorläufig gut. Diese Gutschrift kann jedoch zurückgenommen werden, wenn der Zahlungsdienstleister des Brokers erfolgreich widerspricht. Eine lückenlose Dokumentation des Betrugsverdachts erhöht die Erfolgsaussichten erheblich.
Die Plattform droht mit einer Klage, wenn ich die Zahlung zurückbuchen lasse. Was tun?
In der überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich um eine Einschüchterungstaktik. Ein Anbieter, der selbst mutmaßlich betrügerisch handelt, hat bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung regelmäßig wenig zu gewinnen und viel offenzulegen. Lassen Sie sich deshalb nicht von berechtigten Schritten abhalten. Oft genügt bereits der Hinweis, dass der Fall anwaltlich begleitet wird.
Ich habe einen Bonus angenommen – bin ich jetzt vertraglich gebunden?
Bonus-Klauseln, die Auszahlungen an weitere Einzahlungen oder ein bestimmtes Handelsvolumen koppeln, sind ein bekanntes Druckmittel unseriöser Anbieter. Rechtlich können solche Klauseln angreifbar sein, insbesondere wenn sie überraschend, intransparent oder unangemessen benachteiligend ausgestaltet sind (§ 307 BGB). Ob dies im Einzelfall zutrifft, hängt von der konkreten Formulierung ab und erfordert eine individuelle Prüfung.
Kann ich gleichzeitig Strafanzeige stellen und eine Rückbuchung einleiten?
Ja. Strafanzeige und Rückbuchung schließen sich nicht aus und verfolgen unterschiedliche Ziele. Eine Strafanzeige kann Ihre Position bei einem Chargeback-Verfahren sogar stärken, weil sie dokumentiert, dass ein konkreter Betrugsverdacht besteht.
Was kostet die Einschaltung von CryptoTracing?
Die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich. Für eine weitere Begleitung erhalten Sie vorab ein transparentes schriftliches Angebot. So wissen Sie bereits vor einer Beauftragung, welche Kosten entstehen können und welche Leistungen vorgesehen sind.
Kann eine Krypto-Zahlung noch gestoppt werden, nachdem sie versendet wurde?
Auf der Blockchain selbst nicht. Eine bestätigte Transaktion kann technisch nicht zurückgerufen werden. Deshalb ist schnelles Handeln entscheidend. Je früher Wallet-Adressen und Transaktionspfade analysiert werden, desto größer ist die Chance, relevante Geldflüsse nachzuvollziehen.
Meine Coins wurden bereits an Binance, Kraken oder eine andere Börse weitergeleitet – ist dann noch etwas möglich?
Das kann ein wichtiger Ansatzpunkt sein. Regulierte Handelsplattformen verlangen in der Regel eine Identitätsprüfung ihrer Nutzer. Lassen sich Geldflüsse zu einer solchen Börse nachvollziehen, können sich daraus in geeigneten Fällen weitere Ermittlungs- oder Auskunftsmöglichkeiten ergeben. Eine Garantie besteht nicht, aber häufig ist dies der Punkt, an dem die tatsächlichen Hintergründe eines Betrugsfalls näher untersucht werden können.
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